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Mittwoch, 1. Februar 2012

Von Anfang bis Ende

Lange hab ich mich nicht gemeldet.
Aber das heißt nicht, daß sich nichts tut...
Hier zeig ich Euch mal, wie ich einen Kundenwunsch umsetze...

Die Anfrage war, ob ich den Lieblingstrecker eines Enkelkindes auf einen Teller malen könnte.
Na warum nicht- dachte ich mir und nahm den Trecker mit nach Hause.
Das Verdeck war allerdings abhanden gekommen, was mich später noch trauriger machen sollte als das Kind, dem dieses Zusatzspielzeug ja schon länger fehlte.
Doch das wußte ich zu dem Zeitpunkt noch nicht.
So packte ich den Trecker ein und fuhr nach Hause.

Ins rechte Licht gerückt und aus der Perspektive fotografiert,
als hätte er die Größe eines echten Treckers,
kam ich mir doch ein wenig in die 70er zurückversetzt.
Damals wurden gerade mal Überrollbügel zur Sicherheit eingeführt...

In Photoshop bearbeitet näherte mich in vielen Schritten langsam dem, was meine Farbpalette hergab, ohne zuviel wegzunehmen.
So konnte ich ihn noch nicht malen...

..aber so!
Die Reifen sind durch ein paar Lichtreflexe noch wiederzuerkennen
und auch die restlichen Farbgebungen sollten sich umsetzen lassen.

Also kopierte ich das Motiv auf die Teller
und malte Schritt für Schritt die Farben.
Porzellan hat leider keinen saugenden Untergrund.
Somit muß jede Farbe antrocknen, damit sie nicht mit anderen Verläuft.


Schriftzug und andere Merkmale mit nem Zahnstocher ausgeritzt,
um sie später in Schwarz zu pinseln

Für Schattierungen in den einzelnen Farben müßte ich normalerweise einen Zwischenbrand machen.
Doch wie Ihr inzwischen wißt
besitze ich keinen eigenen Ofen.
Also ist Grün grün
und Schwarz nicht grau...

Fertig?
Fertig!
Dachte ich und mailte das Ergebnis zur Auftraggeberin...
Bis hierhin saß ich ca 15 Arbeitsstunden dran - vom Foto angefangen.
Wobei die Bearbeitung im Rechner die längste Zeit in Anspruch nahm.
Ich fand sie sahen aus wie früher die Werbebilder..
(bin ein wenig vorbelastet durch meinen Vater, aber das ist eine andere Geschichte..)

"Ja" sagte sie,
"der sieht schon gut aus. Aber ohne Dach? Das geht nicht.
So sieht doch kein Trecker aus..!"

???!
Und nun kam das Problem:
Kein Dach, das ich nachträglich abfotografieren kann
Ein Spielzeugtrecker, den es in Echt gar nicht gibt
und eine laaaange Recherche im Internet, um einen ähnlich aussehenden Trecker zu finden.
Bestimmt nochmal 15 Stunden....


Zum Schluß hab ich einfach frei Hand ein Dach draufgesetzt...
Fertig?
"Ja, so sieht er gut aus!"

PUH

Samstag, 8. Oktober 2011

Arbeitplatzgestaltung

Heute zeige ich Euch mal wie ich arbeite:
Weihnachten steht vor der Tür
und so kam von der Töpferei eine Anfrage, ob ich nicht 16 Engel mit Gold dekorieren könne.
...mein erstes Gold, meine ersten Engel, mein erster Umzug...
Die Goldfarbe riecht wirklich extrem und setzte sich schon nach einem Engel im ganzen Haus fest.
Sehr schnell mußte ich dann umziehen
und fand mich alsbald in unserer Werkstatt wieder:


und so malte ich viele individuelle Engel
bei einem köstlichen Glas Wein



Bevor sie zum Brand reisten durften sie noch einmal ins "Wartezimmer"
allerdings nur, um verpackt zu werden..



 Wesentlich angenehmer verhielt sich da
Mama "Elchmaus" mit Kind:



und auch ein neues Motiv fährt gerade ein,
ist aber noch nicht fertig.
Zwischen jedem Farbauftrag muß die Farbe durchtrocknen,
damit sich die einzelnen Farben nicht selbständig vermischen.


Ich hoffe der kleine Ausflug hat Euch Spaß gemacht?
Bis bald
Eure Elvira